Geschichte der Deutschen in Oberstuben

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Die Frage nach der Herkunft der deutschen Vorfahren wird wohl nie ganz beantwortet werden können.

Amtliche Urkunden sind nicht vorhanden. König Gezas II. (1141-61) rief die ersten Siedler aus deutschen Landen nach Siebenbürgen und in die Zips, deren deutsche Selbstregierung im Jahre 1224 gesichert wurde.

In diesen Zeitraum fällt auch die Erschließung des Waldlandes in der Mittelslowakei. Durch Rodungsarbeiten, das Hauen, gaben sie den meisten Ansiedlungen neue Ortsnamen ihre Namensprägung. Bis heute hat sich diese Namengebung erhalten so die Namen: Benschhau, Drexlerhau, Glaserhau, Neuhau usw. Aber außer diesen Ortschaften gehörten jedoch auch andere Gemeinden zum Siedlergebiet, wie z.b. Oberstuben.

 

Man gab dem Ort den Namen Neunstuben, da es neun Stuben gewesen sein sollen. Den kirchlichen Aufzeichnungen zufolge heißt das Dorf nachweisbar seit dem Jahre 1493 Oberstuben. Slowakisch Horná Stubna, ungarisch Felsöstubnya.

Dorfstrasse von Oberstuben

Dorfstraße in Oberstuben

Altar der kirche in Oberstuben

Altar der Kirche in Oberstuben

Kirchturm von Oberstuben

Kirche von Oberstuben

 

 

Prof. Dr. Haniak von der Universität Prag hat in der Sprachinsel Hauerland eingehende Studien betrieben und ist in seinem Werk "Siedlungsgeschichte des deutschen Hauerlandes" zu dem Ergebnis gekommen, dass sich im Hauerland zwei Hauptmundarten - eine schlesische und eine bayrische - mischten.

Bayrisch war auch lange Zeit die Kanzleisprache in Kremnitz. Woher auch immer unsere Vorfahren in dieses raue, waldige Gebirgsland gekommen sein mögen, sie kamen nicht als Eroberer mit dem Schwert in der Hand, sondern als friedliche Arbeiter mit dem Pflug und schufen sich in langer, schwerer Arbeit eine neue Heimat.

 

OberstübnerinSie haben niemanden von der Scholle vertrieben, sondern wurden hergeholt, um Urwald in Ackerland zu verwandeln. Sie haben sechs Jahrhunderte lang allen Widerwärtigkeiten getrotzt, am Glauben und Volkstum festgehalten, bis zum bitteren Ende.

Quelle: Dorfgeschichten von Oberstuben, Josef Rismann, 1991

 

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