Alles über Oberstuben (Hauerland)

Kalender

Erinnerungen an Oberstuben 2011

erhältlich beim Oberstübner Arbeitskreis (Straka) Tel. 07175-9084118

     Karte Hauerland

Zur geographischen Lage von Oberstuben

  • Oberstuben liegt in der heutigen Slowakischen Republik.
  • Geographisch erstreckt sich die etwa 2 Kilometer lange und knapp 1 Kilometer breite Marktgemeinde Oberstuben von Süd nach Nordnordwest, teils im Talgrund des Dorfbaches, teils auf beiden Anhöhen, den Ausläufern des Kremmnitzer Berglandes zur Turzer Ebene nach Norden hin.

Oberstuben liegt unter 40°50’ nördliche Breite (etwa die Höhe von Stuttgart) und 18°55’ östlicher Länge im Erdbild.

  • Die Mündung des Dorfbaches in die Tplica bei der Königsbrücke wird mit 550 Meter, die Kirche im Mittelort mit 620 m gemessen.
  • Die Bezirksstadt Martin - knapp 30 Kilometer Luftlinie - liegt bereits 400 Meter über NN.

 

 

  • Vom Hausberg der Oberstübener, dem Spitzberg mit seinem 968 Metern, genießt der Beschauer einen großartigen Blick über die weite Turzer Ebene und die sie umkränzenden Bergketten. Links die Ziarberge mit dem Vysehrad (830m) und weiter im Nordwesten und Nord die Kleine Fatara mit Nasenstein (Klak - 1352m) und Kriván (1709m), rechts die Große Fatra mit Kriznan (1574m) und dem Ostredok (1592m).
  • Seit der 1. Tschechoslowakei gehörte Oberstuben zum Bezirk (Landkreis) Turzer St. Martin (Turciansky Sv. Martin), wurde 1939 bei der Gründung der Slowakischen Rebublik mit Glaserhau, Ober- und Untersturz dem Bezirksamt in Kemnitz zugeschlagen, um nach dem 2. Weltkrieg wieder zu St. Martin zu kommen.
  • Übergeordnete Administration mehrer Bezirke ist der mittelslowakische Kreis (Kraj) mit dem Sitz in Neusohl (Banská Bystrica).
Copyright Hella Beck-Ertl, Oberstuben.....

Dorfstrasse von Oberstuben

Herkunft unserer Vorfahren

Die Frage nach der Herkunft unserer Vorfahren wird wohl nie ganz beantwortet werden können.

Amtliche Urkunden sind nicht vorhanden.

König Gezas II. (1141-61) rief die ersten Siedler aus deutschen Landen nach Siebenbürgen und in die Zips, deren deutsche Selbstregierung im Jahre 1224 gesichert wurde.

In diesen Zeitraum fällt auch die Erschließung des Waldlandes in der Mittelslowakei.

Durch Rodungsarbeiten, das Hauen, gaben sie den meisten Ansiedlungen neue Ortsnamen ihre Namensprägung.

Bis heute hat sich diese Namensgebung erhalten; so die Namen: Benschhau, Drexlerhau, Glaserhau, Neuhau usw.

Aber außer diesen Ortschaften gehörten jedoch auch andere Gemeinden zum Siedlergebiet, wie z.B. Oberstuben.

Man gab dem Ort den Namen „Neunstuben", da es neun Stuben gewesen sein sollen.

Den kirchlichen Aufzeichnungen zufolge heißt das Dorf nachweisbar seit dem Jahre 1493 „Oberstuben", slowakisch „Horná Stubna", ungarisch „Felsöstubnya".

 

    Prof. Dr. Haniak von der Universität Prag hat in der Sprachinsel Hauerland eingehende Studien betrieben und ist in seinem Werk „Siedlungsgeschichte des deutschen Hauerlandes" zu dem Ergebnis gekommen, dass sich im Hauerland zwei Hauptmundarten - eine schlesische und eine bayrische - mischten. Bayrischwar auch lange Zeit die Kanzleisprache in Kremnitz.

    Woher auch immer unsere Vorfahren in dieses raue, waldige Gebirgsland gekommen sein mögen, sie kamen nicht als Eroberer mit dem Schwert in der Hand, sondern als friedliche Arbeiter mit dem Pflug und schufen sich in langer, schwerer Arbeit eine neue Heimat.

    Sie haben niemanden von der Scholle vertrieben, sondern wurden hergeholt, um Urwald in Ackerland zu verwandeln.

    Sie haben sechs Jahrhunderte lang allen Widerwärtigkeiten getrotzt, am Glauben und Volkstum festgehalten, bis zum bitteren Ende.

rostock@geburtig.info

zur Homepage