Der Oberstübner Dialekt
Innerhalb der deutschen Sprachinsel wurde die deutsche Sprache durch den Heimatdialekt geprägt und durch die Ungarn/Östereicher, Tschechen und Slowaken beeinflusst.

Ich versuche mit diesem Büchlein nicht die Rechtschreibung der Oberstübener Mundart verständlich zu machen, sondern nur deren Aussprache.

Es bestehen große Schwierigkeiten, das gesprochene Wort in der Mundart niederzuschreiben.

Auch den vielen Oberstübnern mit denen ich in Vorbereitung dieses Büchleins gesprochen habe, kam die Mundart auf dem Papier völlig fremd vor, obwohl man sie seit Kindheit an im Ohr hat.

Die halbnasalen Laute, sowie die Mischung verschiedener Vokale lassen sich nicht präzise wiedergeben.

Auch unterliegt der Dialekt einer ständigen Wandlung, so wurden nach dem Ersten Weltkrieg häufiger Wörter aus der deutschen Schriftsprache übernommen.

Während des Zweiten Weltkrieges hat sich dies noch verstärkt.

Die Dialekte waren von Ort zu Ort verschieden, aber eine Verständigung untereinander möglich.

 

 

 

 

 

 

 

  Für den Konsonanten „W" verwendete man „B", 

            für den Konsonanten „F" verwand man „W",

der Konsonant „V" wird als „W" gesprochen,

in einigen Fällen der Konsonant „B" als „P" gesprochen.

Der Vokal „A" wird als „U" gesprochen,

der Vokal „E" wird vorwiegend als "Ä" gesprochen.

Das „EU" wird als „AI" oder „UA" benutzt.

Umlaut „Ü" wird in der Mundart nicht verwendet.

In der Mundart werden die Vokale mancher Wörter sehr gedehnt gesprochen, deshalb wurden diese in dem Wörterbuch mit einem Akzent-aigu gekennzeichnet.

Der Vokal „i" wird unterschiedlich gesprochen.

Beim Wort Wiedersehen „biedersieh", wird er nicht hell gesprochen, sondern hat vielmehr die Ähnlichkeit eines „e".

Das „W" wird weich, das „E" dunkler und lang gesprochen, dafür lässt man das „E" nach dem Konsonanten „L" weg.

Das „U" hat die Färbung eines „O" oder wird wie ein Doppelvokal gesprochen.

Das lang „IE" ähnelt eher einem „E".

Der Vokal „E" wird überwiegend als „Ä" gesprochen.

Eltern , Tanten, Onkel und Paten redete man nur mit „Ihr" an.

Hier ein W?terbuch der Oberst?ner Mundart f? Sie!

 Klage einer jungen Frau nach der Hochzeit

Pu muana Mutta vjie Tia

stieht a Strauch met Rúsn dawia.

Pu muana Schbiega vjie Tia

stieht a Strauch met Diana dawia.

Pu muana Mutta s Prút om Teschel

pu muana Schbiega ondem Schlessl.

Bei meiner Mutter vor der Türe

steht ein Strauch mit Rosen davor.

Bei meiner Schwiegermutter vor der Türe

steht ein Strauch mit Dornen davor.

Bei meiner Mutter das Brot auf dem Tisch’l

Bei meiner Schwiegermutter unter dem Schlüssel

Allen Oberstübnern für die Unterstützung herzlichen Dank.

Bitte besuchen Sie folgende Seiten!

Hier erfahren Sie, wie die Deutschen nach Oberstuben kammen!

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Auf zum Oberst?ner Kochbuch!

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