Gaffelketsch "Spökenkieker"


Eigner:
Konrad Habeck (0173/4297491 - Hier können Sie auch Mitfahrten buchen!)

Ehemaliger Krabben-Kutter "Martha",
Husum, HUS 12, DDPC,
Baujahr 1935,
Eiche auf Eiche,
1 ½ Masten aus pommerscher Lärche,
100 m² Segelfläche,
Länge ü.a. 14 ½ m,

2001 durch Rostocker Schiffsfreund
Konrad Harbeck erworben,
liegt nun im Museumshafen zu Rostock und kann erworben werden. Kaufangebote bitte direkt an den Eigner!
animiertes Foto

Geschichte

Im Jahr 1935 ließ Kapitän Fritz Lorenzen aus Husum auf der Bootswerft Dawartz in Tönning an der Eider einen Krabben-Kutter aus Eiche auf Eiche bauen und auf den Namen "Martha" taufen.

Im April 1935 war der Stapellauf der "Martha", sie wurde von der See-Berufsgenossenschaft mit 33 m³ Bruttoraumgehalt vermessen.

Das Segelschiff war mit einem 28 PS starken Glühkopf-Motor ausgestattet und erhielt eine Sloop-Takelung. Der Motor ist später durch einen 50 PS Modak Motor ersetzt worden.

gemeinfreies Foto Das Foto links zeigt nicht die "Martha", ist jedoch auch ein schöner Gaffelketsch-Kutter.

Der Krabben-Kutter "Martha" war zugelassen für die kleine Hochseefischerei.

Der Kutter ging von seinem Heimathafen Husum aus mit der Nummer HUS 12 und dem Unterscheidungssignal DDPC auf Fisch- und Krabben-Fang.

Es wurde anfangs mit nur einem Netz gefischt, welches über das Heck der "Martha" in die See ausgebracht wurde. Später gelangten Doppel-Baum-Kurren zum Einsatz. Darunter sind Netze zu verstehen, die vom Mast aus über Bäume seitlich an Backbord und Steuerbord geschleppt wurden.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Krabben-Kutter "Martha" als ein so genanntes Vorposten-Boot im Englischen Kanal eingesetzt. Geplant war, dass die "Martha" von Calais aus an der Invasion Englands teilnehmen sollte. Dazu kam es zum Glück jedoch nicht. Die "Martha" kehrte im Jahr 1941, also weit vor Kriegsende, unbeschadet und wohlbehalten nach Deutschland zurück.

Das Unterscheidungsmerkmal der "Martha" wurde im Februar 1950 vom Amtsgericht Schleswig von DDPC in DJIP geändert. Der Krabben-Kutter wurde im Oktober 1955 in Schleswig eingezogen.

Im Jahr 1971 erwarb Kapitän Mommensen aus Husum den Kutter und ging mit ihm in den Folgejahren weiterhin auf Fisch- und Krabben-Fang.
Grafik

Kapitän Mommensen ersetzte den in die Jahre gekommenen alten Holzmast der "Martha" durch einen Stahlmast und baute einen 100 PS starken Deutz-Dieselmotor in das Schiff ein. Dieser Motor befindet sich noch heute an Bord des Schiffes.

Mitte der 70er Jahre waren die Fangtechniken in der Fischerei soweit weiterentwickelt, dass die Kutter-Größen mittlerweile bis 16 Meter Länge umfassten.

Mit der kleineren "Martha" war daher ca. ab dem Jahr 1976 nicht mehr genügend Geld beim Fisch- und Krabben-Fang zu verdienen. Die Folge war, dass der Krabben-Kutter "Martha" somit auf´s Altenteil gesetzt und von einem neuen, jedoch unbekannten Eigner zu einem Sportboot umgebaut wurde.



Wie ist es mit der "Martha" weiter gegangen?

Auf der nachfolgenden Seite können Sie mehr über die Geschichte des Krabben-Kutters "Martha", heute Gaffelketsch "Spökenkieker", erfahren:

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